Montag, 4. Januar 2010





So schickt Ballenstedt - die Wiege Anhalts
und einst "Perle des Ostharzes" genannt -
seine Grüße in das Neue Jahr 2010

und grüßt in seinem schönsten winterlichen Schmuck
alle, die es kennen,
und alle, die es erst noch kennenlernen wollen,

in Nah und Fern
 

Der Blick fällt aus dem Schlosspark in Nähe des Löwendenkmals auf das stolze Askanier-Schloss, das weit vom Westen und Nordosten her sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Am Fuße des Schlossberges die alte Schlossmühle, bewohnt von der Bildhauer-Familie Esther Brockhaus und Marcus Hennig.

Der Löwe, die älteste erhaltene Plastik im Park,
ist ein Abguss des von dem Berliner

Bildhauer Johann Gottfried Schadow
geschaffenen Modells für sein 1820
in Boleslawiece (Bunzlau/Schlesien)
aufgestelltes Denkmal.








Ein Spaziergang durch den Park

bietet heute eine Fülle winterlicher Bilder, eins immer schöner als das andere.







Gleich am Eingang zum Park, vom Schlossplatz aus, lädt diese Bank zum Meditieren ein...










Dicht mit Eis überzogene und beschneite Eiben begegnen überall im Park -

diese hier säumt den steilen Aufgang zur Schlossterrasse und zu den malerischen Hangwegen an der Nordseite des Berges.













Der Winter zaubert bizarre Formen
auf Büschen
und Gräsern und Bäumen...













... besonders die Nadelgehölze
tragen schwer
an der Eis- und Schneelast.








 



Die berühmte "Wasserachse"
des Park-Gestalters
 
Peter Joseph Lenné,
ist tief verschneit.
Die Becken sind entleert,
und die Drachenfontaine

sowie die übrigen Springbrunnen
den Winter über versiegt.


Schon von hier aus, aber besonders von der höher gelegenen Schlossterrasse, geht der Blick weit hinaus ins Ballenstedter Harzvorland.



Lenné war königlich-preußischer Gartendirektor, ein Berühmter seiner Zunft, dem die Nachwelt fast alle Berliner Gärten, besonders aber den Park von Sanssouci verdankt. Auch an vielen anderen Gärten in Deutschland hat der von Schloss Brühl nach Berlin gekommene Rheinländer gewirkt, u.a. im Park von Schloss Benrath bei Düsseldorf.
Den Ballenstedter Schlosspark schuf er in den 1850er Jahren auf Bitte der regierenden Herzogin Friedrike von Anhalt-Bernburg für die Ballenstedter Residenz. 



Die verschiedenen auf der Schlossterrasse und im Park aufgestellten Plastiken und Brückengeländer stammen mehrheitlich von dem bekannten Mägdesprunger Kunstgießer Johann Heinrich Kureck, der dort in der herzoglichen Eisenhütte wirkte.

Von ihm stammen auch die beiden
anhaltischen Bären, Wappentiere
Albrechts des Bären
,
der als erster
Markgraf von Brandenburg auch
den Berliner Bären begründete.






 
 





Schlossansicht vonWesten
auf den 1000 jährigen Turm der früheren Stifts- und späteren Benediktinerkloster-Kirche.
Rechts der Schlossteich.












Der Amtmannsweg führt aus dem Park direkt in den Harzwald.


Unser Rundgang führt uns aus dem Schlosspark in den Bereich des südlich des Schlosses gelegenen früheren herzoglichen Marstalls.


In dem klassizistischen Gebäude befindet sich im oberen Geschoss eine der beiden Plato'schen Seniorenresidenzen.
In den liebevoll restaurierten ehemaligen Pferdeställen im Erdgeschoss wurde vom Eigentümer ein gemütliches Café eingerichtet, das alle Tage von 13 bis 18 Uhr geöffnet ist.



 
Vom Marstall her blicken wir durch das östliche Tor auf das ehemalige Zeughaus der herzoglichen Residenz, das Schlosshotel "Großer Gasthof".





Vom Marstall zum Schlossplatz
- ein Rundblick auf das Schloss-Ensemble barocker und klassizistischer Residenzgebäude -



linkerhand das barocke Schlosstheater von 1788, das älteste erhaltene Sachsen-Anhalts
 
 
An der Nordseite des Platzes das Heimatmuseum im Salmuthschen Palais, daneben das von-Hartrottsche Haus, Alterswohnsitz der Schwestern Caroline und Wilhelmine Bardua.
Die als Kavaliershäuser bezeichneten Mansardhäuser stammen alle aus der frühen Residenzzeit, etwa zwischen1765 und ca.1800. In den letzten 20 Jahren wurden sie, eins nach dem andern, sorgfältig saniert, restauriert und mit modernem Wohnkomfort ausgestattet.
Rechts und im folgenden Bild der Große Gasthof

 
Nach Norden hat man von der erhöhten Lage des Schlossplatzes aus einen Blick auf den
45 Fußminuten vor der Stadt gelegenen Großen Gegenstein

Die Touristen-Residenz Jacobs im Krosigkschen Haus

und der sich östlich des Platzes öffnende Blick auf die Allee mit den weiteren Kavaliershäusern, zumeist ebenfalls Mansard-Häuser.